„Wir haben Lust auf Zukunft“

Die fusionierte VR Bank Lahn-Dill ist in der Region fest verwurzelt

Die VR Bank Lahn-Dill ist in der Region fest verwurzelt und kann auf eine hohe Identität verweisen. Das beweisen die Mitgliederzahlen der drei vor einem Jahr fusionierten Banken aus dem nördlichen Dillkreis und dem Hinterland. Sie zeigen: Zum Ende des Jahres 2019 verzeichnete die Bank knapp 46000 Mitglieder als ihre Eigentümer; allein in den vergangenen 12 Monaten waren 788 neue hinzugekommen. Die Mitglieder können sich auf eine attraktive Dividende freuen. In der Vertreterversammlung wird vorgeschlagen, den Gewinn mit fünf Prozent Dividende an die Mitglieder auszuschütten. Ebenfalls erfreulich: Negativzinsen für Privatkunden werden ausgeschlossen.

Trotz der Handelskriege der beiden Wirtschaftsriesen USA und China, die sich gegenseitig mit Strafzöllen belegen und der noch nicht absehbaren Folgen des „Brexit“, sowie der Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank, fällt die Bilanz für das abgelaufene Jahr 2019 positiv aus: Die Bilanzsumme beträgt fast zwei Milliarden Euro.   

Das Kundengeschäft 2019

Knapp vier Milliarden Euro – so viel umfasste das Kundenvolumen im vergangenen Jahr, dies bedeutet eine Steigerung um 193 Millionen Euro oder 5,2 Prozent. Die Gründe sieht man im Vorstand der VR Bank Lahn-Dill in der über viele Jahre hinweg aufgebauten Vertrauensbeziehung zu Mitgliedern und Kunden, die die Nachhaltigkeit des genossenschaftlichen Geschäftsmodells honorieren.

Bei den Einlagen der Kunden gab es den höchsten Zuwachs. Sie stiegen um 160 Millionen Euro (6,9 Prozent) auf knapp 2,5 Milliarden Euro. Die Beobachtung in der Bank: Die Kunden suchen in der Niedrigzinsphase nach Anlage-Alternativen, wobei bei der Auswahl das Thema „Nachhaltigkeit“ eine immer größere Rolle spielt. Wertpapiere und Vorsorgeprodukte erzielten in 2019 einen Zuwachs in Höhe von 105 Millionen Euro. Eine besondere Dynamik zeigte dabei das Fondssparen. In diesem Bereich wurden über 3600 neue Wertpapiersparverträge abgeschlossen.

Das Kreditgeschäft in 2019

Die niedrigen Zinsen beflügeln seit Jahren das Kreditgeschäft. Fast 80 Prozent der Einlagen wurden regional als Kredite vergeben. Dabei halten sich private und gewerbliche Bestände fast die Waage: 50,5 Prozent der Kredite gingen an Unternehmen und Betriebe, 49,5 Prozent wurden an Privatkunden vergeben. Die Zahlen: Im vergangenen Jahr wurden 3945 neue Kreditvereinbarungen mit einem Volumen von 285 Millionen Euro abgeschlossen. Das betreute Kreditvolumen lag bei insgesamt 1,429 Milliarden Euro, gegenüber dem Vorjahr bedeutet dies einen Zuwachs von 32 Millionen Euro (2,3 Prozent). Für den Vorstand der VR Bank Lahn-Dill steht damit fest: Das Neukreditgeschäft spiegelt abermals die wirtschaftliche Kraft der Region wider und zeigt, dass trotz unsicherer Aussichten die überwiegend familiengeführten Unternehmen nach wie vor zu Investitionen bereit sind.

Die Kapitalausstattung

Der Vorstand unterstreicht, dass die Kapitalausstattung der Bank sich auf einem überdurchschnittlichen Niveau befindet. Das bilanzielle Eigenkapital liegt bei 240 Millionen Euro. Die Auswirkungen der derzeit niedrigen Zinsen, drückten das Zinsergebnis der VR Bank Lahn-Dill von 33,4 Millionen Euro im Jahr 2018 auf 32,1 Millionen Euro im vergangenen Geschäftsjahr. Eine Steigerung gab es bei den Provisionen: von 14,9 Millionen (2018) auf 15,5 Millionen in 2019. Der Jahresüberschuss liegt bei 15,8 Millionen Euro.

Investitionen in 2020

Auch in diesem Jahr werden Gelder für Investitionen in die Hand genommen. Fünf Millionen Euro fließen unter anderem in die neue Filiale im Breitscheider Gesundheitszentrum, die Neugestaltung der Hauptstelle in Biedenkopf, sowie in den Bau eines Wohn- und Geschäftshauses in Herborn.

Ein Jahr nach der Fusion

Ein Jahr nach der Fusion lassen sich durch Synergieeffekte Einsparungen feststellen. Die Verwaltungskosten sind um 1,6 Millionen Euro auf 31,5 Millionen gesenkt worden. Unter anderem konnte dieses Ergebnis durch die Zusammenlegung von Abteilungen erreicht werden. Die Fusion der drei Banken wird durch den Vorstand positiv bewertet. Die Begegnungen mit Kunden und Mitgliedern zeigen, dass die VR Bank Lahn-Dill als kompetenter Gesprächspartner gesehen wird und eine große Vertrauensbasis zwischen Kunde und Bank besteht.

Arbeitgeber und Ausbilder

Die Zahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist von 353 in 2018 auf mittlerweile 367 im abgelaufenen Geschäftsjahr gestiegen. In 2019 wurden Arbeitsverträge mit 10 neuen Auszubildenden geschlossen; derzeit sind 28 Auszubildende bei der Bank beschäftigt. Interessant für viele Jugendliche ist sicherlich, dass in Zukunft neben dem klassischen Bankkaufmann neue Ausbildungsberufe angeboten werden: Kaufmann in eCommerce, Fachwirt für eCommerce, Informatikkaufmann, Kaufmann für Marketing-Kommunikation, Kaufmann für Dialogmarketing und Immobilienkaufmann.  

„Morgen kann kommen. Wir haben Lust auf Zukunft“ - unter dieses Motto stellen Vorstand und Mitarbeiter der VR Bank Lahn-Dill ihre Arbeit. Gemeinsam wollen sie die kommenden Herausforderungen meistern: Digitalisierung und Nachhaltigkeit.