Geschäftsentwicklung der VR Bank Lahn-Dill im Jahr 2021

"Für die VR Bank Lahn-Dill war 2021 trotz aller Rahmenbedingungen ein gutes Jahr“. So lautet das Fazit des Vorstandes beim Gespräch mit der heimischen Presse am 26.01.2022. „Unsere Region ist unsere Kernkompetenz“. Mit diesem Leitsatz ist es der VR Bank auch im Jahr 2021 gelungen, die Region Lahn-Dill zu stärken.

Das zeige sich in den Geschäftszahlen des vergangenen Jahres, erläuterte Klaus Königs, Sprecher des Vorstandes. „Unser betreutes Kundenvolumen konnten wir um 429 Mio. EUR auf 4,63 Mrd. EUR (plus 10,2%) ausweiten; die Bilanzsumme stieg auf rund 2,22 Mrd. Euro (plus 4,9%).“


Geschäftsentwicklung 2021

  2020
2021 Veränderung Veränderung  
  Mio €
Mio € in Mio € in %
Bilanzsumme 2.115
2.218
103 4,9
Betreutes Kundenvolumen 4.197
4.626
429
10,2
Kundenvolumen Einlagen 2.730
3.044
314
11,5
davon VR Bank Lahn-Dill 1.711
1.797
86
5,0
davon Gen. FinanzGruppe 1.019
1.247
228
22,4
Kundenvolumen Kredite 1.467

1.582

 

115
7,9
davon VR Bank Lahn-Dill 1.282 1.388 106
8,3
davon Gen. FinanzGruppe 185
194
9
4,9
         
Neukreditgeschäft 342
371
29
8,5
davon VR Bank Lahn-Dill 312 334 22 7,1

davon genossenschaftliche

Finanzgruppe

30 37 7 23,3

Mitglieder und Mitarbeiter

  2020 2021
  Anzahl
Anzahl
Mitglieder 46.017 46.108
     
Mitarbeiter/-innen 361
341
Vollzeitstellen 227 214
- davon Auszubildenden/Praktikanten 26 24
Ausbildungsquote (bezogen auf Vollzeitstellen) 11,5 11,2
     
Filialen (ohne SB Filiale) 21
21
  2020 2021
Bilanzielles Eigenkapital in Mio € 248
257
     
Spenden
167.000

176.000

 
Online-Girokonten 35.583 38.237
     

VR Bank Lahn-Dill zieht Bilanz

Trotz Pandemie haben Privat- und Firmenkunden weiter kräftig investiert. Das Kreditvolumen stieg um 115 Mio. EUR. Den Schwerpunkt bildeten hierbei die Nachfrage nach langfristigen Immobilien- und Investitionsfinanzierungen. Innerhalb der vergangenen zwölf Monate wurden neue Darlehen in Höhe von 334 Mio. Euro zugesagt. Darüber hinaus haben wir Kredite in Höhe von 37 Mio. EUR an unsere Partner aus der genossenschaftlichen Finanzgruppe vermittelt.

Im Kundenanlagegeschäft setzt sich der langjährige Trend zu Wertpapierinvestitionen fort. Aufgrund niedriger Zinsen und hoher Inflation waren die Mitglieder und Kunden aktiv auf der Suche nach sinnvollen Alternativen zu Tagesgeld und Sparkonto. 212 Mio. EUR betrug das Wachstum in der Anlageklasse Wertpapiere insgesamt. Der Wertpapierbestand konnte durch das Neugeschäft inklusive der Marktentwicklung um 30,7% ausgeweitet werden.

Auch die Neigung zum Fondsparen steigt nachhaltig an. Über 4.800 neue Sparverträge wurden neu vereinbart. Kunden, welche bereits 2021 in Wertpapieren investiert hatten, konnten sich aufgrund freundlicher Aktienmärkte abermals über gute Renditen Ihrer Anlagen freuen.

Somit zahlte es sich für die Mitglieder und Kunden aus, dass die Bank seit vielen Jahren eine große Beratungskompetenz aufgebaut hat, die allen Kundengruppen gerecht wird.

Das Ergebnis vor Bewertung liegt bei 17,4 Mio. Euro. Das Zins- und Provisionsergebnis lag mit 31,0 Mio. Euro bzw. 17,3 Mio. Euro oberhalb des Vorjahresniveaus. Beim Zinsergebnis ist ein Sondereffekt zu verzeichnen, der durch die Nachzahlung einer Dividende der DZ Bank aus dem Geschäftsjahr 2020 entstanden ist. Mit dem erfreulichen Wachstum des Geschäftsvolumens und der Nachfrage im Wertpapiergeschäft habe die Bank ihre Ertragsbasis stärken und die niedrigzinsbedingten Ergebnisbelastungen teilweise kompensieren können. „Rückblickend auf die Herausforderungen des vergangenen Jahres 2021 sind wir mit dem Ergebnis zufrieden“, so Königs. Durch die positive Entwicklung werden wir unsere Eigenkapitalbasis ausbauen können und stärken damit unser Potential für die Kreditvergabe.

Genossenschaftlich Zukunft gestalten

„Auf guten Ergebnissen darf man sich aber nicht ausruhen.“, so Vorstandsmitglied Steffen Simmer. Im Zuge der Digitalisierung stellten Kundinnen und Kunden erhöhte Anforderungen an die Verfügbarkeit, Geschwindigkeit und Qualität finanzieller Dienstleistungen.

Die Zukunftsfähigkeit und Fragen wie: „Wie sieht das Geschäftsmodell der Zukunft aus?“ und „Wie sichert eine Regionalbank eigenständig und nachhaltig Ihre Rentabilität?“ sind ständig und fortlaufend neu zu beantworten. Sich mit neuen Geschäftsfeldern und Partnern auseinanderzusetzen ist dabei elementar und alternativlos.

Auch hier sieht sich die VR Bank Lahn-Dill auf gutem Kurs. Im Jahr 2021 wurde ein umfangreiches Projekt angestoßen, welches sich mit Zukunftsthemen, den bankinternen Prozessen und dem Aufbau von umfangreichen Netzwerken und Ökosystemen in der Region beschäftigt. Die Omnikanalfähigkeit der Bank ist beispielsweise eines dieser Zukunftsthemen. Jeder Kunde soll auf dem von ihm präferierten Zugangsweg das Angebot der Bank nutzen können. „Egal ob persönlich oder digital, für alle müssen wir die passende Lösung haben.“, so Steffen Simmer weiter.

So werden aktuell alle Prozesse, immer vor dem Hintergrund der Kundenfreundlichkeit, auf Schnelligkeit und Qualität überprüft. Hierbei gelte es, heute die richtigen Entscheidungen für morgen zu treffen.

Daneben sollen neue Ökosysteme mit genossenschaftlicher und regionaler Prägung die Vernetzung von Menschen und Unternehmen unterstützen. Auch bankferne Themen wie Gesundheit, Pflege oder Mobilität sind hierbei denkbar und werden analysiert.

Mitarbeiter ebnen den Erfolg

Dem Vorstand der VR Bank Lahn-Dill ist es ebenso ein besonderes Anliegen, dem drohenden Fachkräftemangel entgegenzuwirken. Deshalb setze man weiter auf eine hohe Ausbildungsquote und biete den Auszubildenden attraktive berufliche Perspektiven durch spannende Entwicklungsmöglichkeiten an. Daneben sind Flexibilisierung von Arbeitsort und Zeit wichtige Ankerpunkte der Personalpolitik. Erstmalig hat die Bank einen Ausbildungsplatz im Bereich Digitalisierungsmanagement ausgeschrieben und besetzen können.

Für das Jahr 2022 zeigte sich der Vorstand optimistisch. „Wir werden im Privatkundenbereich die nachhaltigen Geldanlagen und die Baufinanzierung weiter ausbauen“, betont Vorstandsmitglied Ralph-Uwe Orth. Beim gewerblichen Mittelstand rechnet er mit weiterhin stabilen Geschäften im Kreditgeschäft. Für mögliche Kreditausfälle als Folge der Pandemie hat die Bank vorgesorgt: „Wir sind aber zuversichtlich, dass unsere starke heimische Wirtschaft gut durch die Zeit kommt.“, so Orth.

Unseren Erfolg verdanken wir unserem klaren strategischen Fokus auf die Region, dem Vertrauen unserer Mitglieder und Kunden sowie der engagierten Arbeit unserer  Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter!“, sind sich alle Vorstände einig.